Allgemein
Die Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft Itter (EEG Itter) ist eine lokale Energiegemeinschaft im Raum Itter und Umgebung. Mitglieder teilen lokal erzeugten Strom aus Photovoltaik und Wasserkraft – Strom, der in der Region erzeugt wird, bleibt in der Region. Die Abrechnung erfolgt quartalsweise via SEPA-Lastschrift auf Basis von 15-Minuten-Messwerten der Smart Meter. Mitglieder behalten ihren bestehenden Stromlieferanten als automatischen Backup – es entsteht kein Versorgungsrisiko. Die Mitgliedschaft ist kostenlos, ohne Mindestlaufzeit und jederzeit kündbar.
Ökologische Aspekte
Die EEG Itter bezieht ausschließlich 100 % erneuerbaren Strom aus lokaler Photovoltaik und regionaler Wasserkraft – ohne Atomkraft, ohne fossile Energie. Da Erzeugung und Verbrauch innerhalb derselben Netzzone stattfinden, entfallen lange Transportwege und Übertragungsverluste. Jede neu installierte PV-Anlage eines Mitglieds stärkt direkt die lokale Erzeugungskapazität und leistet einen konkreten Beitrag zur Energiewende in Tirol.
Ökonomische Aspekte
Mitglieder profitieren von einem garantierten Preisvorteil gegenüber dem regulären TIWAG Comfort-Tarif – der EEG-Preis übersteigt diesen mathematisch nie. Der Vorteil entsteht durch den gesetzlichen Netzentgelt-Rabatt von 28 % sowie durch die Befreiung von Elektrizitätsabgabe und Erneuerbaren-Förderbeitrag. Der Energiepreis folgt dem Marktpreis und wird quartalsweise aktualisiert, sodass Mitglieder von sinkenden Preisen direkt profitieren. Einspeisende erhalten für ihre Einspeisung in die Gemeinschaft üblicherweise mehr als den TIWAG-Einspeisevergütungstarif.
Soziale Aspekte
Die EEG Itter ist als gemeinnütziger Verein organisiert – nicht gewinnorientiert. Lokale Stromkäufer und -erzeuger aus Itter und Umgebung werden direkt miteinander vernetzt: Nachbarn kaufen Strom von Nachbarn. Die Mitgliedschaft steht allen offen – Haushalte, Betriebe und Landwirte – ohne Eintrittsgebühr und ohne Mindestlaufzeit. Die Preisformel verteilt den EEG-Vorteil fair zwischen Käufern und Einspeisenden, und stärkt so die regionale Energieautarkie langfristig.