Allgemein
Über das Projekt "Energiegemeinschaft Südstadt"
Ziel einer erneuerbaren Energiegemeinschaft ist es, dass lokal produzierter Strom direkt mit Nachbarn geteilt wird. Dadurch können Überproduktionsmengen von Photovoltaikanlagen lokal verbraucht werden und so die Kapazitäten der Netzinfrastruktur geschont werden.
Dies hat nicht nur einen Vorteil für die Netzinfrastruktur, sondern bietet auch finanzielle Einsparungspotenziale (geringere Netzkosten und billigeren Strom) für Stromverbraucher und marktkonforme Erlöse für Photovoltaikanlagenbesitzer.
Wir produzieren nur Sonnenstrom und können daher nur diesen teilen. Wenn es dunkel ist kommt von uns nichts, daher sind wir on Top zu dem bestehenden Energielieferant zu sehen. Als Verein sind wir komplett ehrenamtlich unterwegs. Es gibt 4 Umspannwerke und daher 4 Vereine die synchron bespielt werden. Daher für alle gelten dieselben Rahmenbedinungen. Der Preis wird gemeinschaftlich festgelegt.
Preisgestaltung 2026:
Verbraucher zahlen zwischen Mai und Ende September 8,67 Cent pro kWh. Einspeiser erhalten dasselbe. Zwischen 1. Oktober und März liegt der Preis bei 10 Cent. Zuzüglich sparst du 28 % der Netzkosten (ca 3 Cent pro kWh). Mitgliedsbeitrag pro Jahr sind ca 24 EUR.
Jährlich wird im Herbst der Preis gemeinsam festgelegt. Im Jahr 2026 gab es per Online Umfrage eine Anpassung.
Woher weis ich in welchen der 4 Vereinen ich beitreten muss?
Es gibt in Maria Enzersdorf 4 Umspannwerke. 3 der Wiener Netze im Altort und ein Umspannwerk in der Südstadt der NÖ Netze. Auf der Website findet man ein Bild mit den unterschiedlichen Regionen.
Wie werde ich Mitglied?
Sich einfach als Interessent anmelden. Damit ist man automatisch Vereinsmitglied. Grundsätzlich werden alle Konsument:innen aufgenommen, sofern dies im Verhältnis zu den Stromerzeugern passt. Stromerzeuger können sich ebenfalls anmelden, aber über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Ziel ist es ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Konsument:innen und Erzeuger:innen zu finden.
Muss ich bestehende Verträge kündigen?
Nein, Stromverträge und Stromabnehmerverträge bleiben aufrecht. Sollte kein lokaler Strom produziert werden, bezieht man den Strom über den „alten“ Stromvertrag. Sollte kein Strom in der Energiegemeinschaft abgenommen werden, wird der Überschussstrom über den „alten“ bestehenden Einspeisetarif in das öffentliche Netz eingespeist.
Welcher Aufwand entsteht für Teilnehmer:innen?
Es ist geplant die Abwicklung in Zusammenarbeit mit der EZN umzusetzen. Hierfür wird eine Gebühr pro Monat und pro Zählpunkt verrechnet (ca 2 EUR pro Monat). Einmal jährlich soll zwischen Verbrauchern und Produzenten in einer Abstimmung der künftige Preis festgelegt werden.